Mit diesem Schreiben möchten wir Euch zu einem „viralen“ und virtuellen CAT-Training einladen. Wie viele von Euch wissen, haben wir beide diese Trainingsidee vor Jahren in internationalen Seminaren entwickelt und Karen hat am Horn von Afrika dazu viele Menschen ausgebildet. Wir haben dieses Jahr vor, dieses CAT-Training auch für Trainer*innen  und Berater*innen zugänglich zu machen. Die Beschreibung eines „normalen“ CAT´s ist hier in PDF-Form. Dann wollen wir in Deutschland einen Kurs anbieten. Die Ausschreibung ist gerade im Entstehen. Geplant ist das erste Seminar vom 28.9.- 1.10.2020 und ein Follow-up im Februar 2021.

Durch die aktuelle Krise, die weit mehr als eine Pandemie ist, haben wir beide im Schnellverfahren aus dem CAT-Präsenz-Seminar ein virtuelles Training entwickelt. Es ist so aufgebaut, dass sich verbindliche Gruppen von max. 8 Personen bilden, die mit mindestens 6 -8 ein- bis zweistündigen Treffen die einzelnen Schritte dieses CAT-Trainings durchgehen. Wir werden dazu Übungen vorschlagen, die dann in diesen Treffen reflektiert werden sollen.

Ziel des gesamten Projektes:  ist es, Handlungsoptionen in und vor allem NACH der Krise zu finden.

Wie die Geschichte zeigt, werden solche Krisen meist von extremen, demokratiefeindlichen, politischen Gruppen genutzt. Eine kleine Vorahnung was daraus erwachsen kann, können wir jetzt schon am eigenen Leib erfahren. Menschenrechtsverletzungen in den Flüchtlingslagern, an der EU-Außengrenze, Einschränkung der Entfaltungs- und Veranstaltungsfreiheit, usw. Was wir aber auch sehen, es sind plötzlich Dinge möglich, die wir uns vor 1 Monat gar nicht vorstellen konnten. Der Flugverkehr wird eingeschränkt. Finanzielle Mittel, von denen keiner wusste, werden Unternehmen angeboten. All dieses wird schon im nächsten Haushalt fehlen, falls es ein Geld ist, dass für die Klimakatastrophe nicht vorhanden war. Sicherlich werden nicht die Unternehmen diesen Mangel an Finanzmittel zu spüren bekommen, sondern wahrscheinlich diejenigen, die sich jetzt schon bis zur Erschöpfung aufarbeiten. Was wir gerade erleben, ist ein Gesundheitssystem, das kaputtgespart wurde. Ähnlich dem System der KiTa´s und Schulen – sowie viele andere soziale Einrichtungen. Die zivilgesellschaftlichen Förderungen werden sicherlich – ebenfalls als nicht „systemrelevant“ – mit massiven Kürzungen rechnen müssen und der notwendige Umstieg hin zu einem klimafreundlichen Land, wird ebenfalls nicht mehr finanzierbar erscheinen.

Es geht also um die Zeit nach der Krise. Wie soll diese aussehen? Was wollen wir, willst Du dafür tun? In dem virtuellen Training schaffen wir unseren sozialen Zusammenhalt und weiten ihn aus. Gedacht ist eine ebenso hohe Verbreitungsrate wie es vielleicht ein Virus schaffen kann. Gewiss das ist grandios gedacht. Die Selbstzweifel haben wir immer noch! Doch vielleicht schaffen wir es damit viele Menschen zu ermutigen, die Nach-Krise nicht den Regierenden und deren Lobby zu überlassen.